Kath. Grundschule St. Jakobus Ennigerloh
 
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1912-2012

100 Jahre Jakobusschule - 100 Jahre bewegte Geschichte


Wenn 100 Jahre lang jedes Jahr um die 60-70 Schülerinnen und Schüler aufgenommen wurden (früher mehr - heute weniger), dann haben insgesamt ca. 6000 Kinder diese schöne Schule besucht.

In den 100 Schuljahren kommen wir auf ca. 20.000 Schultage, an denen täglich 200 und mehr Kinder die Eingangstür geöffnet, die Treppenstufen durchgetreten, das Geländer abgegriffen und in den Klassenzimmern die Köpfe haben rauchen lassen.


An dieser Stelle können Sie eine kleine Zeitreise durch die letzten 100 Jahre unternehmen:


Im April 1912, zu Ostern, wurde unser Schulgebäude, in dem zunächst nur die Knaben untergebracht wurden, bezogen.


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Hauptlehrer und ab 01.01.1913 Rektor war Herr Albert Steinem und dies bis zum Jahr 1921. Das Foto zeigt ihn mit seiner Klasse um 1914.


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Bald schon (1914) begann der erste Weltkrieg, in dessen Folge sämtliche Lehrer mit Ausnahme des Rektors im Felde eingezogen waren. Einer von ihnen, Lehrer Heitkötter, lies dort sein Leben.

Obwohl die Schülerzahl ständig stieg, wurde keine ausreichende Vertretung durch Lehrerinnen bewilligt. Erst Anfang 1919 trat eine Besserung ein. Sämtliche Stellen waren besetzt und es wurden sogar 2 neue eingerichtet. Die Knabenschule war jetzt 7-stufig. Gleiches galt für die Mädchenschule, die sich immer noch strickt getrennt im Nachbargebäude befand.

Die neu gegründete Weimarer Republik (1919) brachte zwar politische Veränderungen, am Schulalltag änderte sich jedoch wenig. Lesen und Schreiben lernte man auf der Schiefertafel, Feder und Tinte durfte erst in den höheren Klassen benutzt werden. Lehrer und Lehrerinnen (Fräulein..) galten als Respektpersonen und es herrschte Strenge und eiserne Disziplin in den Klassen.


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Lehrerkollegium 1922 (zur Amtseinführung von Rektor J. Dapper)

1926 wurde in unserem Schulkeller eine öffentliche Badeanstalt eröffnet. Duschen in gefliesten Räumen sollten nicht nur den Schülern, sondern auch den Bürgern Ennigerlohs zur Verfügung stehen. Zur Eröffnung fand eine Feier statt, in deren Mittelpunkt ein Lichtbildvortrag zum Thema „Die menschliche Haut und ihre Pflege durch Wasser und Baden“ stand.

Auch wurde im Jahre 1926 ein Lehrer wegen Misshandlung und Beleidigung des Rektors suspendiert und versetzt. Warum er den Schulleiter schlug ist allerdings nicht überliefert.

Am 05. März 1933 siegte die N.S.D.A.P. und die Kampffront Schwarz-Weiß-Rot bei der Reichstagswahl. Damit begann ein dunkles Kapitel der Zeitgeschichte für die katholische Volksschule in Ennigerloh.
Am Nachmittag des 11.03. beschlagnahmte eine Gruppe junger Nationalsozialisten die schwarz-rot-goldene Flagge der Schule. Sie brachen die Tür des Lehrerzimmers auf und schnitten das Bild des verstorbenen Reichspräsidenten Ebert aus dem Bilderrahmen. Rektor Dapper wurde aus politischen Gründen in den Lehrerstand zurückversetzt und musste die Schule verlassen. Seine Gradlinigkeit verdient unsere Hochachtung.

Ab 1936 wurden alle Lehrerverbände im Nationalsozialistischen Lehrerbund zusammengeschlossen. Das Gebet zu Schulbeginn wurde an allen deutschen Schulen verboten. Stattdessen mussten z.B. am letzten Schultag vor der Wahl, am 29.03.36 alle Schüler der oberen Klassen einen Propagandamarsch mit Sprechchören und Kampfliedern durch die Gemeinde Ennigerloh durchführen.
Neuer Schulleiter wurde am 01. April 1936 Herr Wilhelm Schulte aus Wadersloh.

Aus der Katholischen Volksschule wird 1939 eine Gemeinschaftsschule, eine sogenannte Deutsche Schule. Die Kreuze wurden aus den Klassenzimmern verbannt.

Am 31.03.1945 zogen amerikanische Truppen in Ennigerloh ein und besetzten u.a. das Schulgebäude für 2 Tage. Schon am 06.04.1945 belegten Russen die Schule und nutzten sämtliches Mobiliar als Brennholz. Alle Lehrmittel, Akten, Wandtafeln, Bilder, sämtliche Tische und Bänke wurden zerstört. Dies erklärt auch die große Lücke der Schulchronik, die erst in den 50er Jahren fortgeführt wurde.
Im August 1945 zogen die Russen aus der Schule ab und nach ersten provisorischen Renovierungsarbeiten konnte im September 1945 wieder in unserer Schule unterrichtet werden. Von der Militärregierung wurde Rektor Schulte als Schulleiter bestimmt. Dieser wurde 1946 aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt und zur Wiedergutmachung des Unrechts durch die NSDAP Rektor Dapper wieder in sein Amt zurückgeführt.

Die Jahre nach Kriegsende waren geprägt von Hunger und Entbehrung. Es gab kaum Schulmaterialien; wenn dann wurden diese gegen Lebensmittel eingetauscht und zu wenig Heizmaterial. Doch langsam normalisierte sich das Leben wieder.

1951 erhielten wieder sämtliche Klassenräume elektrisches Licht, die Schulspeisung konnte eingestellt werden und Lehrbücher und Schreibmaterialien standen in genügendem Maße zur Verfügung.

1953 ging Rektor Dapper mit 65 Jahren in den Ruhestand. Neuer Schulleiter wurde Bernhard Ueding aus Gladbeck. Und im Herbst des Jahres bekam der Schulhof seine erste Asphaltdecke.


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Im März 1959 erhielt unsere Schule ihren aktuellen Namen. Aus der Alten katholischen Volksschule wurde die Katholische Volksschule St. Jakobus. Dies ergab sich durch den Bau einer zweiten katholischen Schule, der katholischen Volksschule St. Ludgerus. Zeitgleich wurde aus der Hilfsschule die Pestalozzischule.

1961 wurde die Toilettenanlage erneuert und auch die Turnhalle erweitert


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Eine neue Warmwasserheizung mit Ölfeuerung rundete die Sanierung unserer Schule ab.

Nach 2 Kurzschuljahren begann im Jahr 1967 das erste Mal ein Schuljahr nach den Sommerferien. Es ist das letzte Volksschuljahr, denn durch eine Schulreform unter der damaligen SPD Landesregierung erfolgte die Aufgliederung in eine Grund- und eine Hauptschule.
Leider wurde hier in Ennigerloh die Unterbringung der Hauptschule zu einem Politikum. Nach langem Hin und Her zog in unser Gebäude zunächst die Hauptschule. Die Jakobus Grundschule zog in die evangelische Schule.

Da sich unser Gebäude hier jedoch als ungeeignet für die Anforderungen einer Hauptschule erwies, zog doch zum Schuljahr 1971/72 dann wieder die Grundschule in unsere Räumlichkeiten. Herbert Altemeyer wurde als Rektor an die Jakobus-Grundschule berufen, als nach der Einführung des neuen Schulsystems Rektor Ueding an die Hauptschule versetzt wurde. Unter seiner Leitung wurde die Jakobus-Grundschule zu einer innovativen Versuchsschule. Er verfasste Bücher zum Schulunterricht und führte neue, moderne Methoden des Sachunterrichts ein.
Rektor Altemeyer war Pädagoge mit Leib und Seele. Tragischer Weise verstarb er bei einem Verkehrsunfall viel zu früh im September 1973 und zunächst übernahm Frau Baumeister-Kühn für 2 ½ Jahre die kommissarische Leitung der Schule.

Im Februar 1975 wurde Herr Paul Heinemann als Rektor in sein Amt eingeführt. Dies hatte er bis 1982 inne, dann musste er aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand treten. Sein Amt erfüllte er als Pädagoge aus echtem „Schrot und Korn“; so beschrieb ihn der damalige Schulamtsdirektor Esser in seiner Verabschiedungsrede.

Wieder war es Frau Baumeister-Kühn, die unsere Schule mit viel Geschick kommissarisch leitete, bis mit Beginn des Schuljahres 1982/83 Herr Egon Dammann als neuer Rektor in sein Amt eingeführt wurde.
Während seiner Amtszeit wurde das rote Schulgebäude, die alte Mädchenschule verkauft. Die dadurch notwendigen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen wurden gemeinschaftlich in vielen Sitzungen erarbeitet und diskutiert. Der Erlös des Verkaufs der alten Mädchenschule sollte diese bauliche Erweiterung und Renovierung unserer Schule finanzieren. Rektor Dammann setzte dabei wesentliche Akzente.
Durch diesen Umbau bekam die St. Jakobus-Grundschule ihr heutiges Gesicht. Sie ist seitdem für eine Zweizügigkeit konzipiert, Lehrerzimmer und Verwaltung und Toiletten befinden sich im Anbau.


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Dieses Bild aus dem Jahr 1986 zeigt das damalige Kollegium. Es zeigt Frau Kirsch, die auch aktuell dem Kollegium angehört, Frau Eckmann, jetzt Hagemeyer, die in besonderem Maße die Chorgeschichte unserer Schule mitgeschrieben hat, Frau Hoppenberg, Frau Herbring, Frau Baumeister-Kühn und Herr Stratmann als langjährige Pädagogen und Herr Rektor Dammann.

Anfang der 90.er Jahre stiegen die Schülerzahlen. Dies führte zu sehr großen Klassen und einem überfüllten Schulhof mit dadurch bedingt hohen Unfallzahlen.

Im Schuljahr 94/95 besuchen 233 Schüler unsere Schule, die 3. Klasse wird 3 zügig geführt. Die knappe Haushaltskasse der Gemeinde führte zu Einsparungen auch im schulischen Bereich.

Am 2. Juli 1997 beging Herr Dammann seinen Abschied vom Kollegium in den Ruhestand mit einer Feier im Hotel Hubertus. 15 Jahre führte er gemeinsam mit seinem Kollegium die St. Jakobus-Grundschule erfolgreich durch Höhen und Tiefen des Schulalltags.

Frau Herbring und Frau Eckmann übernahmen als Konrektorin die Leitung bis am 1.3.1999 Frau van Dülmen als neue Schulleiterin in ihr Amt eingeführt wurde. Frau Meise besetzte, von der Stadt abgeordnet ,stundenweise das Schulbüro, nachdem die langjährige Sekretärin Frau Wappelhorst wegen einer Erkrankung ausfiel.

Im August 1999 wurde Frau Irene Kosinski als feste Sekretärin eingestellt. Sie ist bis heute der gute Geist unserer Schule.

Im Jahr 2001 wechselte unsere Schule ihre Farbe. Aus der auch im Volksmund so genannten „grauen“ Schule wird eine fröhliche, helle und trotzdem elegante gelbliche Schule mit rosa Akzenten.


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Im selben Jahr ging auch der langjährige Hausmeister Berni Michelswirth in den wohlverdienten Ruhestand. Seine Familie war seit Gründung der Schule, also knapp 90 Jahre im Dienste der Schule tätig.

Frau Karin Kortenjann wurde nach den Sommerferien als neue Konrektorin an der St. Jakobus-Grundschule eingesetzt und leitete diese bis zum Jahr 2003 gemeinsam mit Frau van Dülmen. Da diese aus gesundheitlichen Gründen nach einem Sabbat-Jahr nicht an die Schule zurückkehrte, wurde die Schulleiterstelle ausgeschrieben und zum Sommer 2005 durch Frau Dagmar Lund-Zinth neu besetzt.

In den folgenden Jahren wurde von verschiedenen Seiten immer wieder in unser Schulgebäude investiert. So bekamen wir eine neue Schulhofdecke, dank eines aktiven Fördervereins und einer fleißigen Elternschaft konnten zwei neue Spielgeräte im Außenbereich aufgebaut werden und die Kunst-AG unter der Leitung von Frau Rewer verschönerte viele Wände mit gelungenen, kindgerechten Bildern.
Zudem bescherte uns das Konjunkturpaket moderne Schülertoiletten und ein neues Vordach.

So wird unsere schöne, alte Schule bis heute immer wieder modernisiert und renoviert ohne dabei die wertvollen Elemente vergangener Baumeister zu zerstören, die unserer Schule ihren Charme geben und sie zu etwas Besonderem machen. 



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